Unser Bild zeigt von links nach rechts....

stehend:  Edelgard Barth, Stefanie Kühnle, Monja Veit, Petra Steindl

sitzend: Esther Nuding, Ines Hummitzsch

 

Betreuungsmodelle:

1.         Mo. – Fr.:                   07.00 Uhr – 13.00 Uhr

2.         Mo. – Fr.:                   07.00 Uhr – 14.00 Uhr

3.         Mo., Di., Do.:             07.00 Uhr – 16.00 Uhr

            Mi., Fr.:                     07.00 Uhr – 14.00 Uhr

4.         Mo. – Fr.:                   08.00 Uhr – 12.30 Uhr

            Mo., Di., Do.:             14.00 Uhr – 16.00 Uhr

Bei besonderem Bedarf besteht die Möglichkeit, zusätzliche Stunden zu kaufen. 

Seit Oktober 2005 bietet die Kindertagesstätte 8 Plätze für zweijährige Kinder an. 

Gleichzeitig kann für alle Kinder ein warmes Mittagessen bestellt werden.

 

Die Kindertagesstätte stellt sich vor.

Unsere Einrichtung ist ein offenes Haus. Die Kinder verbringen einen relativ kleinen Teil des Tages in ihren jeweiligen Stammgruppen, z.B. in den Kinderkonferenzen oder bei Geburtstagsfeiern. Ansonsten haben sie die Möglichkeit sich im ganzen Haus aufzuhalten.

Unsere pädagogische Arbeit spricht die Gesamtpersönlichkeit der Kinder an. Gleichzeitig orientiert sie sich auch am gesamten Leben der Kinder. Gemeint ist damit das Aufgreifen von Erfahrungen, die die Kinder in der Vergangenheit gemacht haben, Bedürfnissen, die momentan, also in der Gegenwart aktuell sind und richtet ihren Blick außerdem in die Zukunft hinsichtlich dessen, zu was die Kinder in ihrem weitern Leben befähigt werden sollen.

Die individuellen Lernwege werden sowohl durch die für die Kinder pädagogisch sinnvoll vorbereiteten Bildungsangebote, die Struktur des Tagesablaufes, durch den persönlichen Kontakt, als auch durch die Projekte, die den Kindern angeboten werden, gefördert.

 

Wir laden Sie ein, sich ein Bild von unseren Lernlandschaften zu machen.

Folgende Funktionsräume stehen den Kindern in unserem Haus zur Verfügung.

Bewegungsraum und Erfahrungsnischen im Außengelände, Rollenspielraum, 6er Raum, Bauzimmer,  Kreativraum, Bilderbuchecke, Funktionsecken im Flur, Musikecke und ein Kindercafe.

Der Bewegungsraum und das Außengelände ermöglichen den Kindern sowohl vielfältige und großräumige Bewegungen, wie z.B. balancieren, klettern, springen, kriechen, hüpfen, tanzen, als auch den Umgang mit Klein- und Großgeräten.

  

Der Rollenspielraum beinhaltet eine Puppenecke, einen Kaufladen, einen Friseursalon und einen Arztbereich. Hier haben die Kinder die Möglichkeit im Spiel Alltagssituationen nachzuahmen und zu verarbeiten, sich zu verkleiden und in verschiedene Rollen zu verwandeln.

Im 6er Raum können die Kinder forschen, experimentieren, naturwissenschaftliche und geografische Erfahrungen sammeln und sich mit Buchstaben und Zahlen auseinander setzen.

Das Bauzimmer regt die Kinder zum Konstruieren, Bauen und Kennenlernen von Formen an, gleichzeitig können hier Kenntnisse zum Thema Statik und Architektur gewonnen werden.

Der Kreativraum lädt die Kinder dazu ein mit verschiedensten Materialien und  Farben  zu experimentieren und unterschiedliche künstlerische Techniken kennen zu lernen.

In der Bilderbuchecke wird die Freude am Umgang mit Literatur geweckt.

Hier können Buchstaben und Wörter und deren Zusammenhänge erkannt und der Wortschatz erweitert werden.

In den Funktionsecken im Flur stehen den Kindern verschiedene Gesellschaftsspiele und Materialien zur Förderung des feinmotorischen Bereiches  zur Verfügung.

In der Musikecke haben die Kinder die Möglichkeit durch den Umgang mit Orff’schen Instrumenten kreative, musikalische Ausdrucksformen für unterschiedlichste Stimmungen zu entwickeln. Gleichzeitig können sie durch das Hören musikalischer Werke, verschiedene Stilrichtungen der Musik kennenlernen.

Im Kindercafe erfahren die Kinder neben der Gemütlichkeit des Beisammenseins, elementare Grundkenntnisse zum Thema Selbständigkeit.

Der Tagesablauf

Begrüßung der Kinder

Die Kinder begrüßen täglich die Erzieherinnen ihrer Stammgruppe, so haben diese einen Überblick darüber, welche Kinder bereits im Kindergarten sind.

Freispiel

Das Freispiel findet von 7.00 bis 13.00 Uhr statt. Integriert in das Freispiel ist der Singkreis, die Kinderkonferenz und geplante Projekte.

Am Nachmittag findet das Freispiel von 14.00 bis 16.00 Uhr statt.

Freies Vesper

Die Kinder haben die Möglichkeit in der Zeit von 7.00 bis ca. 10.30 Uhr zu frühstücken.

Das Vesper wird, sofern nicht anders abgesprochen, von zu Hause mitgebracht, Getränke bekommen die Kinder im Kindergarten.

Kurzes Team

Um 9.00 Uhr findet ein kurzes Gespräch der Erzieherinnen im Bewegungsraum statt, in dem über aktuelle Geschehnisse des Tages gesprochen wird (Projekte, Organisatorisches etc.)

Singkreis

Von 9.05 bis 9.20 Uhr findet für alle Kinder der Singkreis im Bewegungsraum statt.

Kinderkonferenz

Diese beginnt um ca. 9.20 Uhr in den jeweiligen Stammgruppen und endet um ca. 9.40 Uhr.

Hierbei werden aktuelle Themen der Kinder und Erzieherinnen aufgegriffen und diskutiert und Informationen weitergegeben.

Projekte

Projekte werden von ca. 9.20 bis 11.30 Uhr während des Freispieles angeboten. Grundlage der Projekte sind Ideen und Impulse der Kinder und Erzieherinnen. 

Mittagessen

Das Mittagessen wird von 11.45 bis 12.15 Uhr für die dafür angemeldeten Kinder angeboten.

Verabschiedung

Die Kinder, welche in der Zeit von 12.00 bis 13.00 Uhr von ihren Eltern abgeholt werden, verabschieden sich bei den Erzieherinnen. Kinder, die um 12.30 Uhr oder um 13.00 Uhr alleine nach Hause gehen, sind auf der Tafel im Flur eingetragen und werden von den Erzieherinnen geschickt.

Mittagsschlaf

Um ca. 12.30 Uhr beginnt für einige Kinder, in Absprache mit deren Eltern, der Mittagschlaf.

Mittagsruhe

Von 13.00 bis 14.00 Uhr findet die Ruhephase statt, in der sich die Kinder, die über den Mittag nicht nach Hause gehen, in unterschiedlichen Räumen beschäftigen.

Getränkepause

Am Nachmittag findet um ca. 15.00 Uhr eine kurze Pause statt, in der die Kinder einen kleinen Snack und Getränke bekommen.

Aufräumen

Sowohl in den Räumen, als auch im Garten ertönt ein Gong, der die Aufräumphase einleitet.

Verabschiedung

Mit einem gemeinsamen Lied werden die Kinder um 16.00 Uhr verabschiedet. Danach gehen alle zusammen nach draußen, wo die Eltern ihre Kinder in Empfang nehmen können.

 

Der Blick auf das einzelne Kind 
Die Individualisierung der Pädagogik

Wer bist Du?

Ich bin ich.

Ich habe eine Nationalität, eine Kultur  und bringe eine Geschichte aus meiner Familie mit. Du willst wissen, wer ich bin? Dann beobachte mich. So lernst Du meine Persönlichkeit, meine Interessen und Bedürfnisse sowie mein Handeln und Tun kennen.

Ich bin ein Forscher und Entdecker, ein Künstler und Konstrukteur.

Wo willst Du hin?

Ich will lernen, lernen, lernen.

Ich gehe meinen ganz eigenen Lernweg.

Ich möchte ein eigenverantwortlicher und selbständiger Mensch werden. Ich möchte mich individuell und frei in meiner Persönlichkeit entfalten können. Ich möchte alle meine Fähigkeiten und Möglichkeiten nutzen und ich möchte in Gemeinschaft mit anderen Menschen sein.

Was brauchst Du?

Ich brauche Dein Vertrauen.

Ich komme nicht ohne Wissen und eigene Ideen zu Dir. Ich habe das Bedürfnis, noch viel mehr zu erfahren. Nimm mich so wie ich bin.

Ich möchte mich in alle Richtungen bewegen können, forschen und meine Umwelt entdecken. Ich muss viel ausprobieren. Bremse meine Neugier nicht, gib mir die Freiheit, Zeit, Material und Raum. Ich brauche die Wertschätzung meines Spiels und die Unterstützung durch meine Spielgefährten.

Sei auch Du für mich da, wenn ich Dich brauche. Ich möchte mich unter Vielen zurechtfinden lernen. Ich spreche 100 Sprachen um mich auszudrücken und brauche jemanden, der sie versteht. Ich möchte meine Emotionalität immer weiter entwickeln und ausdrücken können. Meinst Du, Musik und Tanz helfen mir dabei? Dann zeige mir, wie es geht.

Mich interessieren unvorstellbar viele Dinge und täglich kommen neue dazu. Schränke mich nicht ein, öffne mir nicht nur ein Buch oder ein Fenster –  sondern öffne mir die ganze Welt.

Was habt ihr mit mir vor?

Wir haben eine große Lernlandschaft für Dich vorbereitet.

Du hast die Möglichkeit, die Lust am Lernen zu erleben. Du kannst den Tag in der Einrichtung mit – bestimmen und mit – gestalten. Unsere Angebote und Projekte richten sich nach Deinen Bedürfnissen und Interessen. Deshalb schauen wir Dir so oft zu.

Auch wir haben etwas mit Dir vor: Du hast im Kindergarten die Möglichkeit,

  • Christliche Werte zu erfahren und auch andere Religionen kennen zu lernen
  • Freunde zu treffen und Gemeinschaft zu erleben
  • mehr über Dich und Deine Fähigkeiten zu erfahren
  • die Welt der Zeichen und Symbole zu entdecken
  • in einem anregenden Umfeld Deine Sprache zu entwickeln und Förderung zu erfahren.
  • Musik, Kunst und Kultur zu erleben
  • Orte und Materialien, die Dich ständig zur Bewegung einladen, zu nutzen
  • Erlebnis –Räume auch außerhalb des Kindergartens kennen zu lernen, damit Du Natur- und Umwelterfahrungen sammeln kannst.
  • Materialien für Deine Experimente zu finden, damit Du Naturwissenschaft, Technik und Mathematik entdecken kannst.

Wir schreiben so viel wie möglich von dem, was du lernst, auf. Das steht alles in Deinem Portfolio.

 

III   Uns selbst nicht aus den Augen verlieren

         Team-Arbeit

Für eine konstruktive Teamarbeit ist uns ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander sehr wichtig. Dies geschieht durch gegenseitige Wertschätzung und Hilfestellung.

Alle Erzieherinnen im Team sind in ihren Aufgaben gleichgestellt.

In den wöchentlichen Team – Sitzungen reflektieren wir unsere pädagogische Arbeit, entwickeln sie weiter und stimmen unser Handeln gemeinsam ab.

Neben der Zusammenarbeit innerhalb den Teams finden regelmäßige Treffen und Weiterbildungen aller Erzieherinnen der Gemeinde statt.

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung ist uns wichtig. Dazu gehört auch die jährliche Überarbeitung dieser Leitlinien.

 

IV   In eine Richtung blicken

        Zusammenarbeit mit Familien

Die Förderung Ihres Kindes beginnt im Elternhaus. Der Kindergarten leistet familienunterstützende Arbeit und bietet Ihnen eine Erziehungspartnerschaft an. Um Ihrem Kind die Möglichkeit zugeben, sich ganzheitlich entwickeln zu können, ist es unerlässlich, mit Ihnen in regelmäßigen Abständen Gespräche über Ihr Kind zu führen. Diese helfen uns, die Persönlichkeit Ihres Kindes besser kennen zu lernen. So können wir es gemeinsam auf seinem Lernweg unterstützen. Das persönliche Portfolio Ihres Kindes ist die Grundlage unserer Gespräche.

Um den Kindergartenalltag als Lernfeld der Kinder zu erweitern, laden wir Sie ein, sich mit Ihren Fähigkeiten und Ideen in unsere Arbeit einzubringen.

 

V   Aus verschiedenen Perspektiven blicken

        Kooperation mit anderen Institutionen

Die Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Neckartailfingen stehen in regelmäßigem Kontakt mit

  • den Kirchen
  • den örtlichen Vereinen
  • anderen öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde
  • den allgemeinbildenden Schulen
  • der Sprachheilschule Nürtingen
  • dem Gesundheitsamt Esslingen
  • der Frühförderstelle Nürtingen
  • der Grundschulförderklasse Bempflingen
  • der Förderschule Neckartenzlingen

Wir engagieren uns besonders für eine verstärkte Kooperation mit der Liebenauschule, um die Kinder beim Übergang in die Schule zu begleiten.

In Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachschulen ermöglichen wir Fachschüler/innen unterschiedliche Berufspraktika in unseren Einrichtungen.

 

VI   Die Aufgabe nicht aus dem Blick verlieren

         Der Rahmen der Arbeit

Die gesetzliche Grundlage unserer Arbeit sind das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) und das Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG). Das KJHG formuliert im § 22 Grundsätze der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen. Tageseinrichtungen für Kinder sollen

  • die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern
  • die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen
  • den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

Der Förderauftrag, den der Gesetzgeber formuliert, umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und dem Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, an der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen (§ 22 Abs. 3 KJHG).

Der verbindliche Rahmen für die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit ist der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten. Dieser „lädt ein, die Welt mit den Augen der Kinder zu sehen.“