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Hochwasserinformation
Wenn die Fluten steigen - Maßnahmen zum HochwasserschutzNeckartailfingen liegt am Neckar. Die idyllische Lage am Fluss birgt aber auch die Gefahr von Hochwasser. Vor allem im Frühjahr zur Schneeschmelze oder nach heftigen Regengüssen steigt der Pegel des Neckars stark an, so dass der Fluss unter ungünstigen Umständen auch über seine Ufer treten kann. Von dem sogenannten Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 1978 waren auch die Städte und Gemeinden im mittleren Neckarraum sehr stark betroffen. Damals wurden auch Teile des bebauten Gebiets der Gemeinde Neckartailfingen überschwemmt. In der Folgezeit wurden auf örtlicher und überörtlicher Ebene eine Vielzahl von Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt. Im Interesse des öffentlichen Wohls hat das Landratsamt Esslingen als untere Wasserbehörde mit Rechtsverordnung vom 01.06.1994 zur Regelung eines geordneten Hochwasserabflusses, insbesondere zur Erhaltung des noch vorhandenen natürlichen Rückhalteraumes, auf Gemarkung Neckartailfingen im Bereich des Neckars ein Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Das Überschwemmungsgebiet (einschließlich Flussbett) erstreckt sich von der Höllbachmündung bis zur Markungsgrenze nach Neckarhausen. Die landseitigen Grenzen des Überschwemmungsgebiets sind in Karten, die Bestandteil dieser Rechtsverordnung sind, durch eine blaue Linie dargestellt. Die im Zusammenhang bebauten Ortsteile von Neckartailfingen sind von dem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet ausgenommen. Zum Schutz der im Zusammenhang bebauten Ortsteile von Neckartailfingen wurden unter anderem Hochwasserschutzdämme und Hochwasserschutzmauern gebaut, die nach dem Pegelstand und Wasserabfluss des Hochwasserereignisses 1978 bemessen wurden. Dabei wurde ein Bemessungsabfluss von 770 m³/s zugrundegelegt, der um 10 % über dem Hochwasserabfluss im Jahre 1978 mi Q = 700 m³/s liegt. Außerdem wurden Hochwasserpumpwerke gebaut. Fließt innerhalb des durch Hochwasserschutzdämme und Hochwasserschutzmauern geschützten Gebiets das in der Kanalisation anfallende Abwasser nicht mehr im freien Gefälle nach außen ab, weil wegen Hochwassers der Wasserspiegel außen höher liegt, so laufen die Hochwasserpumpwerke an und pumpen das in der Kanalisation befindliche Wasser ab. Maximale Pegelstände bei früheren Hochwasser-Alarmen(Quelle: Hochwasseralarmplan des Landratsamts Esslingen)Für die ungefähre Abschätzung weiterer Neckar-Hochwasser soll die folgende Auflistung der maximalen Pegelstände bei früheren Hochwasseralarm im Landkreis Esslingen dienen - dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass jedes Hochwasser in seiner Entwicklung und seinen Ausmaßen sehr eigenständig ist.
Aktuelle PegelständeDie aktuellen Pegelstände können a) auf den Internet-Seiten der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg unter www.hvz.baden-wuerttemberg.de b) unter den Telefonnummern abgerufen werden. Maßgebend für die Weitergabe von Hochwassernachrichten sind folgende Pegelstände in Zentimeter:
Bei einem Pegelstand von 400 cm (steigend) in Kirchentellinsfurt werden auf Veranlassung des Landratsamts Esslingen die betroffenen Gemeinden informiert. Dabei wird den Gemeinden empfohlen, gefährdete Betriebe und Einrichtungen zu unterrichten. Bei einem Pegelstand von 500 cm (steigend) in Kirchentellinsfurt wird vom Landratsamt Esslingen Hochwasseralarm ausgelöst. Die Gemeinden werden durch die Feuerwehrleitstelle informiert (mit Wetterprognose und eventuellen weiteren Empfehlungen) HochwassergefahrenkartenFür eine genaue Einschätzung der Hochwassersituation erstellt das Land Baden-Württemberg derzeit detaillierte Hochwassergefahrenkarten, aus denen die Hochwassergefährdung für die betroffenen Gebiete hervorgeht. Die Hochwassergefahrenkarten liegen bis zum Jahre 2010 vor. RückstausicherungWie man seine Grundstücksentwässerungsanlage gegen Rückstau im Kanalnetz schützt, kann dem Merkblatt „Schutz gegen Rückstau aus dem Kanalnetz“ entnommen werden. |
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